
Was ist ein Funnel? Einfach erklärt
Über 600 Besucher pro Woche. Und keine einzige Eintragung.
Ich erzähle dir am Anfang etwas, das mir ehrlich gesagt ein bisschen peinlich ist.
Mein Blog hatte irgendwann über 600 Besucher pro Woche. Für mich war das viel.
Ich dachte: Jetzt läuft es. Jetzt tragen sich die ersten Leute für mein kostenloses Playbook ein.
Dann habe ich nachgeschaut. Eintragungen: null. Nicht wenige. Null.
Am Anfang habe ich gedacht, meine Artikel sind schlecht. Oder die Leute haben einfach kein Interesse. Erst als ich mir meine eigene Seite am Handy angeschaut habe, wie ein ganz normaler Besucher, habe ich gemerkt: Das Problem waren nicht die Besucher. Das Problem war der Weg, den ich ihnen gezeigt habe. Oder besser gesagt: dass es gar keinen richtigen Weg gab.
Genau dafür gibt es ein Wort, das du bestimmt schon mal gehört hast..Funnel.
In diesem Artikel erkläre ich dir, was das ist, ohne Fachchinesisch. Und ich zeige dir die 5 Fehler, die ich selbst gemacht habe, damit du sie nicht auch machen musst.

Was ist ein Funnel? Die einfache Erklärung
"Funnel" ist Englisch und heißt Trichter. Oben ist er breit, unten wird er schmal.
Genau so funktioniert er auch im Internet: Oben kommen viele Leute rein, unten kommen weniger raus. Aber die, die unten ankommen, wollen wirklich das, was du anbietest.
Ein Funnel ist also kein Programm und keine besondere Website. Er ist einfach der Weg, den ein Besucher geht, von "Ich habe dich gerade zum ersten Mal gesehen" bis zu "Ich trage mich ein" oder "Ich kaufe".
Ein Beispiel aus dem Alltag
Stell dir eine Bäckerei vor. Draußen auf dem Gehweg steht ein Schild: "Heute frische Zimtschnecken". Du riechst es schon, also gehst du rein. Drinnen bekommst du ein kleines Stück zum Probieren. Es schmeckt. Also kaufst du dir eine ganze Zimtschnecke. Und weil die Verkäuferin nett war, kommst du nächste Woche wieder.
Das ist ein Funnel:
Aufmerksamkeit: das Schild auf dem Gehweg
Interesse: der Geruch, du gehst rein
Vertrauen: das kostenlose Probierstück
Entscheidung: du kaufst
Bindung: du kommst wieder
Im Internet ist das Schild dein Pin, dein Reel oder dein Blogartikel. Das Probierstück ist zum Beispiel eine kostenlose Vorlage. Und die Entscheidung ist der Kauf oder die Eintragung.
Der wichtigste Punkt: Keine Bäckerei verkauft dir die Torte, bevor du überhaupt im Laden stehst. Genau das passiert aber auf vielen Seiten im Internet. Auch auf meiner war das so.

Website, Landingpage, Funnel: Wo ist der Unterschied?
Die drei Wörter werden oft durcheinandergeworfen. Dabei ist es eigentlich ganz einfach.
Die Website ist wie ein ganzes Kaufhaus. Viele Seiten, ein Menü, verschiedene Themen. Jeder Besucher sucht sich selbst aus, wohin er geht. Das ist gut, wenn Leute schon wissen, was sie wollen. Für jemanden, der dich gerade erst entdeckt hat, ist es oft zu viel.
Die Landingpage ist eine einzelne Seite mit einem einzigen Ziel.
Zum Beispiel: "Trag dich für die kostenlose Vorlage ein." Kein Menü, das ablenkt, keine fünf Angebote nebeneinander. Nur ein nächster Schritt.
Der Funnel ist das Ganze zusammen. Also der Weg vom ersten Kontakt über die Landingpage bis zu dem, was danach passiert.
Dazu gehören zum Beispiel:
der Pin oder der Artikel, über den jemand kommt
die Seite, auf der er sich einträgt
die Mails, die er danach bekommt
das Angebot, das er irgendwann sieht
Eine Landingpage ist also ein Teil vom Funnel. Aber eine Landingpage allein ist noch kein Funnel. Wenn nach der Eintragung nichts mehr passiert, endet der Weg einfach mittendrin.
Ein Blog wie meiner ist übrigens beides. Die Startseite ist eher eine Website. Jeder einzelne Artikel kann aber wie der Anfang von einem Funnel funktionieren, wenn am Ende ein klarer nächster Schritt steht.

Die 5 Fehler, die ich selbst gemacht habe
Das hier ist keine Liste aus einem Lehrbuch. Das sind die Fehler, die ich auf meiner eigenen Seite gefunden habe, als ich endlich genau hingeschaut habe.
1. Das Formular kam zu früh
Ganz oben auf meiner Blogseite stand sofort: "Trag dich ein." Noch bevor jemand einen einzigen Artikel gesehen hatte. Das ist wie die Bäckerei, die dir an der Tür die Torte verkaufen will. Jemand, der dich zum ersten Mal sieht, vertraut dir noch nicht. Er will erst schauen, ob du ihm überhaupt weiterhelfen kannst.
Besser: Erst etwas Hilfreiches zeigen, dann nach der E-Mail fragen. Zum Beispiel am Ende eines Artikels, wenn der Leser gerade gemerkt hat, dass du dich auskennst.
2. Ich habe es nie am Handy getestet
Das war der peinlichste Fehler. Am Laptop sah alles gut aus. Am Handy war mein Formular unten abgeschnitten. Der Button zum Eintragen war einfach nicht zu sehen. Und die meisten meiner Besucher kommen übers Handy, viele über Pinterest.
Besser: Jede Seite einmal selbst am Handy durchklicken. Nicht nur anschauen, sondern wirklich eintragen, so wie ein Besucher es tun würde.
3. Ich habe die Leute weggeschickt
Mein Button hat eine neue, leere Seite geöffnet. Nur ein Formular, ohne mein Design, ohne meinen Blog drumherum.
Für den Besucher fühlt sich das an wie: "Wo bin ich denn jetzt gelandet?" Viele machen dann einfach zu.
Besser: Das Formular direkt auf der Seite einbauen, auf der der Leser gerade ist. Er soll sich sicher fühlen, nicht verloren.
4. Zu viele Wege auf einmal
Auf manchen Seiten hatte ich gleichzeitig: Eintragen, Hub kaufen, Artikel lesen, Instagram folgen. Wenn alles gleich wichtig aussieht, entscheidet sich der Besucher für gar nichts.
Besser: Pro Seite ein Hauptziel. Alles andere darf da sein, aber kleiner und ruhiger.
5. Nach der Eintragung kam nichts
Selbst wenn sich jemand eingetragen hätte, wäre der Weg danach zu Ende gewesen. Eine Mail mit dem Playbook, und dann Stille. Dabei ist genau dieser Teil wichtig: Hier baust du Vertrauen auf, Schritt für Schritt, ohne Druck.
Besser: Ein paar Mails vorbereiten, die echten Mehrwert bringen. Erst helfen, dann irgendwann ein Angebot zeigen.
Ich habe meine Seite inzwischen umgebaut. Ob es jetzt besser läuft, sehe ich erst in den nächsten Wochen. Aber ich weiß jetzt wenigstens, woran es lag.

Selbst prüfen oder Schritt für Schritt lernen?
Es gibt zwei Wege, wie du an deinen eigenen Funnel rangehen kannst. Welcher passt, hängt davon ab, wo du gerade stehst.
Weg 1: Deine Seite selbst durchchecken
Wenn du schon eine Seite hast und einfach wissen willst, wo es hakt, brauchst du keine 20 Webseiten durchsuchen. Du brauchst eine Checkliste und einen ehrlichen Blick von außen.
Genau dafür gibt es im NextPhase Hub den Funnel-Doktor. Er geht deinen Funnel Schritt für Schritt mit dir durch und zeigt dir, an welcher Stelle Besucher wahrscheinlich aussteigen. Dazu bekommst du im Hub weitere Vorlagen und Checklisten für deinen Start, alles an einem Ort.
Der Hub kostet einmalig 27 €, kein Abo.
Weg 2: Zusehen, wie ein Funnel entsteht
Manche lernen besser, wenn sie jemandem über die Schulter schauen. Wenn du noch nie einen Funnel gebaut hast und sehen willst, wie das von Anfang bis Ende aussieht, ist ein Videokurs oft der leichtere Weg.
Einen passenden Kurs hat Nina Bednarz von EP-Businessconsult. Sie hat Kommunikationswissenschaft und Soziologie studiert und baut seit 2014 eigene Online-Geschäfte auf. In ihrem Kurs "Funnel: Websites, die konvertieren" baut sie einen Funnel vor deinen Augen am Bildschirm auf, am Beispiel eines Online-Kochkurses, und erklärt dabei jeden Schritt.
Das lernst du laut Kursbeschreibung:
den Unterschied zwischen Website, Landingpage und Funnel
wie eine Seite aufgebaut sein muss, damit Besucher den nächsten Schritt gehen
wie wiederkehrende Elemente auf der Seite Vertrauen aufbauen
wie Text und Bilder zusammenwirken
Der Kurs besteht aus Videolektionen in einem Mitgliederbereich. Den Zugang bekommst du nach dem Kauf per E-Mail. Er kostet einmalig 159 €.
Mein ehrlicher Rat: Der Kurs lohnt sich vor allem, wenn du schon etwas anbietest, also ein Produkt, eine Dienstleistung oder ein Freebie, und deine Seite dafür gezielt aufbauen willst. Wenn du noch ganz am Anfang stehst und gar nicht weißt, was du anbieten willst, fang lieber mit den Grundlagen an.
Mit * gekennzeichnete Links sind Partner-Links. Bei einem Kauf erhalte ich eine kleine Provision, ohne Mehrkosten für dich. Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen.

Häufige Fragen
Brauche ich teure Software für einen Funnel?
Nein. Für den Anfang reicht eine einfache Seite mit einem Formular und ein E-Mail-Programm. Viele Baukästen haben beides schon eingebaut. Ich selbst nutze für meinen Blog auch so einen Baukasten.
Wenn du ein Tool suchst, mit dem du Seiten, Formulare, E-Mails und sogar einen Mitgliederbereich an einem Ort hast, schau dir FunnelCockpit an. Das ist ein Funnel-Tool aus Hamburg, und die Server stehen in Deutschland. Das ist wichtig, sobald du E-Mail-Adressen von Besuchern sammelst. Du kannst es 14 Tage für rund 1 € testen. Danach geht es ab 47 € im Monat los, monatlich kündbar. Die aktuellen Preise siehst du direkt auf der Seite.
Kann ich einen Funnel bauen, ohne ein eigenes Produkt zu haben?
Ja. Am Ende deines Funnels muss nicht unbedingt ein eigenes Produkt stehen. Es kann auch eine kostenlose Vorlage sein, ein Newsletter oder eine Empfehlung für ein Produkt, das du gut findest. Wichtig ist nur, dass der Weg dahin klar ist.
Wie lange dauert es, einen Funnel aufzubauen?
Eine einfache Version mit Seite, Formular und ein paar Mails schaffst du an einem freien Wochenende. Richtig gut wird sie aber erst mit der Zeit, wenn du siehst, wo Leute aussteigen, und das nach und nach verbesserst.
Ist ein Funnel nicht nur was für große Firmen?
Im Gegenteil. Gerade wenn du wenig Zeit hast, hilft dir ein Funnel. Er erklärt dein Angebot auch dann, wenn du gerade arbeitest, schläfst oder in der Nachtschicht bist. Du musst nicht jedem Besucher alles einzeln erklären.
Was ist der häufigste Fehler am Anfang?
Die eigene Seite nie wie ein Fremder anzuschauen. Klick dich einmal selbst durch, am Handy, vom Artikel bis zur Mail im Postfach. Du wirst überrascht sein, was dir auffällt. Bei mir war es ein abgeschnittener Button.
Fazit: Nicht mehr Besucher, sondern ein klarer Weg
Ich dachte lange, mein Problem wären zu wenig Besucher. In Wahrheit hatte ich genug Besucher. Mir fehlte nur ein Weg, auf dem sie sich wohlfühlen.
Ein Funnel ist nichts Kompliziertes.
Wo bin ich hier? Kann mir das helfen? Was mache ich als Nächstes?
Wenn deine Seite diese drei Fragen klar beantwortet, hast du schon mehr als viele andere.
Dein erster Schritt heute: Öffne deine eigene Seite am Handy und klick dich einmal komplett durch, so als wärst du zum ersten Mal da.
Und wenn du erst einmal verstehen willst, wie digitale Produkte, Affiliate Marketing und Reichweite überhaupt zusammenhängen, bevor du dir über Funnels Gedanken machst: Hol dir mein kostenloses Playbook direkt per E-Mail.

